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Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Ulrich Müller
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    #344 Börseninvestment: Erst kommen die Schmerzen, und dann kommt das Geld

    03/16/2026 | 19 mins.
    Warum Sparen nicht Investieren ist – und wie Du den Schmerz an der Börse in Vermögen verwandelst
    Börseninvestment – erst kommen die Schmerzen und dann kommt das Geld. Was hat es damit auf sich? Ich glaube, das Börseninvestment-Thema ist mega, mega spannend. Aber wir haben einfach komplett falsche Glaubenssätze, ein falsches Mindset und vielleicht auch schlechte Erfahrungen zur Börse. André Kostolany hat mal gesagt: Wenn man die Aktie hat, dann kommen erst die Schmerzen, und dann kommt das Geld. Welche Möglichkeiten es gibt, an der Börse vielleicht auch ohne Schmerzen die ersten Schritte zu machen und damit seine Fähigkeiten auszubauen – darum geht es heute.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist

    Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse

    Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält

    Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf

    Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut

    Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne

    Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit

    Sparen ist nicht Investieren – und warum Deutschland das Land der dümmsten Investoren ist
    Vielleicht ein bisschen provokativ der Text, aber er ist ein Stück weit auch so gemeint. Letztendlich musst Du in Deinem Leben entscheiden: Sagst Du, hey, ich habe ein Sparbuch, einen Bausparer, eine Lebensversicherung – damit kann ich mein Geld anlegen? Für mich legst Du Dein Geld dort nicht an – Du sparst nur Geld und Du gibst Deine Verantwortung ab. Denn am Ende unterschreibst Du einen Vertrag, schickst das Geld dorthin und bekommst in irgendeiner Form Zinsen zurück. Das hat für mich nichts mit Investieren zu tun.
    Wenn wir die Statistik anschauen, dann können wir sagen: Deutschland ist das Land der größten Sparer, aber gleichzeitig das Land der dümmsten Investoren. Was meine ich damit? Die Masse der Deutschen legt das Geld gar nicht wirklich an – sie sparen nur. Wenn Du meine Formel E-S-I kennst: Einkommen, Sparen und Investieren. Ich unterscheide ganz bewusst zwischen Sparen und Investieren. Das ist allein beim Wording schon sehr wichtig.
    Ich persönlich würde sogar in drei Facetten unterteilen. Das eine ist das Sparen – Geld behalten. Das zweite ist das Parken – Geld wegpacken, um Zinsen zu bekommen. Ich nenne Zinsen ja auch gerne Strafgeld. Tagesgeldkonto, Bausparen, Lebensversicherung – man gibt sein Geld ab und bekommt einen gewissen Zins. Da wir quasi keine Zinsen mehr haben, macht dieses Spiel aber keinen Sinn mehr. Und die dritte Facette ist das Investieren – also Gold, Kryptos in kleinen Teilen, Aktien oder Immobilien.
    Meine Oma und die Wurzeln unserer Angst vor der Börse
    Warum investiert der Deutsche nicht? Ich glaube zum einen, dass wir einen fachlichen Wissensmangel haben. Aber ich glaube noch viel schlimmer, dass das in unserer Vergangenheit vergraben ist.
    Wenn ich zurückblicke und meine Oma anschaue – 1930 geboren, leider mittlerweile seit acht Jahren verstorben, immerhin fast 88 Jahre alt geworden – dann kann ich festhalten: Sie ist geboren worden, der Erste Weltkrieg war gerade durch. Der Zweite Weltkrieg fing an, als sie noch Kind und Jugendliche war. Sie hat diesen Krieg mit voller Macht miterlebt. Als Kind auf der Straße, bis die Kanonen donnerten. Wo die Sirenen heulten und Luftangriffe geflogen wurden.
    Meine Oma hatte nur ein einziges Ziel im Leben: Sicherheit. Sie hat bis in ihr fast 88. Lebensjahr eigentlich immer nur in Sparbücher investiert. Mit ihrem Mann ein Haus gebaut, das mit der Zeit abgezahlt. Eine kleine Lebensversicherung gehabt – und das war es. Der ganz große Teil des Geldes wurde auf die Bank gelegt, aufs Sparbuch. Weil meine Oma mal so schön gesagt hat: Das ist sicher – da steht ja Bank. Bank steht für Vertrauen. Und wenn ich mein Geld wieder abhebe, kann ich da hingehen und kriege mein Geld zurück.
    War meine Oma doof? War die nicht gut genug gebildet? Ich glaube nicht. Aber sie hat in ihrer Kindheit krasse Dinge erlebt – und deswegen das Thema Investieren gar nicht erkannt, gar nicht verstanden.
    Warum ETFs allein nicht reichen – und was Dich wirklich zurückhält
    Fairerweise muss man sagen, die Zeiten haben sich verändert – aus zwei Aspekten. Erstens die Inflation, die war zwischendurch schon ganz hoch, dann wieder ganz tief. Und zweitens hat sich die ganze Seite der FED, der EZB, der Zinsen und der Schulden auf der Welt deutlich verändert. Durch die riesengroßen Schuldenberge sind die Zinsen fast gezwungenermaßen im unteren Bereich – und deswegen haben diese ganzen Produkte eben nicht mehr die Möglichkeit, damit wirklich ein Vermögen aufzubauen.
    Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das erreichen, was alle bekommen – und das ist am Ende nichts.
    Auch wenn wir über ETFs sprechen: Ein ETF auf den DAX oder S&P wird langfristig im Mittel irgendwo um die 8 % machen. 8 % klingt erstmal cool. Aber ich sage Dir die Wahrheit: 8 % helfen Dir nicht wirklich. Wenn Du in einem Fonds 8 % machst und 1–2 % Kosten hast, dann die Inflation abrechnest und die Kapitalertragssteuer mit 25 % – dann bleiben vielleicht gerade noch 2–3–4 % reale Nettoverzinsung übrig. Und da können wir uns einig sein: Damit werden wir kein Vermögen aufbauen.
    Meine Oma ist natürlich niemals vermögend geworden. Sie hat am Ende ein bisschen Geld vererbt, das sie sich ganz, ganz krass vom Munde abgespart hat. Aber ein Vermögensaufbau war gar nicht möglich.
    Was hält uns also zurück? Uns fehlt das Fachwissen – und deshalb glauben wir, dass ein gewisses Risiko entsteht. Aber Risiko entsteht immer nur dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Wir sind sehr beschäftigt, deswegen haben wir vermeintlich keine Zeit. Aber es liegt nicht an der Zeit – es liegt einzig und allein an der Priorität. Und dann ist da noch das Geld. Viele glauben, sie bräuchten ganz viel, um endlich loszulegen.
    Anfangen ist der Schlüssel: Vom ersten Schritt zum Hobby als Beruf
    In unserer Akademie, in der wir mittlerweile über 35.000 Menschen geschult haben, können wir festhalten: Viele fangen mit 5.000, 10.000, 15.000 Euro an. Aber – und das ist entscheidend – sie fangen an. Egal im Leben, welche Fähigkeit Du lernen willst, welchen Job, welches Studium, welchen Berg Du besteigst – Du fängst mit dem ersten Schritt an.
    Heute kennen wir Menschen, die können toll Tennis spielen, super Ski fahren. Warum? Ganz einfach: Weil sie irgendwann losgelegt haben und vielleicht ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Vor ein paar Tagen hat ein sehr guter Freund zu mir gesagt: "Ulli, gigantisch, was du im Leben erreicht hast. Und das Geilste ist, dass du tatsächlich dein Hobby zum Beruf gemacht hast – und in diesem Moment dein Vermögen nochmal massiv gestiegen ist."
    Wenn Du an der Börse erfolgreich werden willst, bedarf es Schritt Nummer 1: Du darfst anfangen. Und Schritt Nummer 2: Du darfst auch Spaß an dem Thema haben. Vielleicht hast Du auch schon oft darüber nachgedacht, ob Du an der Börse anfängst. Aber am Ende ist auch eine Entscheidung, die Du aufschiebst, eine Entscheidung.
    Wir kommen aus diesem Bereich der Sicherheit. Diese Sicherheit hat meine Oma an meine Mutter weitergegeben, meine Mutter ein Stück weit an mich. Und genau das ist das Thema: Die Menschen fangen nicht an zu investieren, weil sie genau das tun, was eben alle tun.
    Erst kommen die Schmerzen: Warum Wachstum wehtut
    Warum kommen denn jetzt die Schmerzen und dann das Geld? Es geht darum, dass Du loslegst. Dass Du eine Struktur entwickelst, eine Strategie, einen Handelsplan – und dass Du daran glaubst, dass Du wirklich an der Börse Vermögen aufbauen kannst. Das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Und das, was Du heute denkst, wirst Du morgen sein.
    Frag Dich mal ehrlich: Warst Du schon mal an der Börse und hast Geld verloren? Hast viel Zeit investiert, aber gar nicht viel gewonnen? Hast gute Gewinne gemacht, aber nicht rechtzeitig verkauft – und dann war der Gewinn wieder weg? Ist Dein Satz immer noch „Hoffnung ist eine Strategie"? Ich sage Dir: Hoffnung ist keine Strategie. Es geht darum, sehr bewusste Entscheidungen zu treffen – und die vor allem emotionslos.
    Wie viel Geld willst Du einsetzen? Welches Geld willst Du investieren? Wie lang ist Deine Timeline? Immer wieder erlebe ich Menschen, die auf mein Seminar kommen und sagen: Ulli, ich will in zwei Jahren reich sein. Wie muss ich das anstellen? Und ich muss die Menschen dann leider enttäuschen. Natürlich, wenn Du heute schon eine Million hast, können wir daraus zwei machen. Aber wenn Du heute noch nicht viel Geld hast, wirst Du nicht in ein, zwei oder drei Jahren vermögend sein.
    Vielleicht ist der Schmerz auch der Schmerz der Zeit. Wie auch Gras nicht schneller wächst, wenn wir dran ziehen, so ist es genauso an der Börse. Der Zinseszinseffekt fängt am Anfang ganz, ganz langsam an – aber mit der Zeit wird er immer größer und größer, und hinten raus wächst Dein Konto dann wirklich gigantisch schnell.
    Wie ein guter Freund vor ein paar Tagen zu mir sagte: "Wenn man erstmal ein bisschen Geld hat, dann kann man sich doch nicht dagegen wehren, dass das immer mehr wird." Vielleicht kennst Du auch den Spruch: Die erste Million ist die schwierigste. Mein Papa hat irgendwann gesagt: "Ulli, weißt du was, die erste Million habe ich nicht geschafft – ich fange mit der zweiten an."
    Dieser Schmerz – der Wachstumsschmerz – Dinge neu zu machen, ist wie im Fitnessstudio. Wir trainieren unsere Muskeln und versuchen, durch den Schmerz, vielleicht auch den Muskelkater, die Muskeln wachsen zu lassen. Kleine Fasern gehen kaputt, werden vom Körper überreguliert, der Muskel bekommt mehr Dicke, mehr Dichte – und Du hast mehr Kraft.
    Ganz wichtig dabei: Du brauchst auch Pausen. Das verbinde ich auch gerne mit dem Depot. Nicht jeden Monat machst Du Deine 2–3 %. Es wird auch einen Monat geben, da machst Du mal 2 % Minus, weil der Markt nach unten fällt. Und es wird einen Monat geben, da machst Du plötzlich 9 % Plus, weil die Märkte gut laufen und ein paar Optionen aufgegangen sind. Am Ende geht es darum, wo bist Du am Ende des Jahres, nach 3 Jahren, nach 5 Jahren, nach 10 Jahren.
    Erst kommen die Schmerzen bezogen auf die Zeit. Erst kommen die Schmerzen auf die vielleicht noch nicht perfekt vorhandene Strategie. Auf die Frage, welche Aktie nehme ich eigentlich? Und warum kommen Schmerzen, wenn die Earnings anders laufen, als Du Dir das vorgestellt hast?
    Wir haben zwei Motivationskanäle: Freude und Schmerz. Leider steht die Freude auf Platz zwei – der Großteil der Entscheidungen wird erst getroffen, wenn der Schmerz richtig groß ist. Wie beim Arzt: Du bekommst den ersten Herzinfarkt, und plötzlich sagt der Dir, Du brauchst mehr Wasser, mehr Sport, gesündere Ernährung und weniger Stress. Wussten wir das vorher nicht auch schon? Doch – aber erst als der Schmerz da war, änderten wir Dinge wirklich ab.
    Das 100.000-Euro-Depot, Fehler und was ich daraus lerne
    Du kannst, egal wie gut Du eine Aktie recherchiert hast, immer in die Situation kommen, dass sie gerade fällt. Nehmen wir das Beispiel jetzt gerade, wo plötzlich Iran, Irak, Amerika – alles irgendwie im Kriegsgeschehen passiert. Der Nahe Osten ist gerade ein Pulverfass, und die Märkte sind in den letzten ein, zwei Wochen erstmal ein ganzes Stück runtergekommen. Da kannst Du am Ende gar nichts für – das ist ein exogener Schock. Und da kommen vielleicht ein paar Schmerzen.
    Wichtig ist, dass man Dinge daraus lernt. Hättest Du den Einstieg nicht auf einmal gemacht, sondern in zwei oder drei Tranchen? Hättest Du noch Geld beiseite gelassen? Und überhaupt: Wie ist Dein Ansatz? Bist Du eher der Trader oder eher der langfristige Investor, der sagt: Ist mir doch egal, wenn die Aktie fällt – in drei, fünf, zehn Jahren wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich höher stehen.
    Viele schauen auf den Depotstand – das ist wichtig, das ist cool. Aber manchmal springt ein Depot auch zurück, geht um 3, 5, 10 % nach hinten. Dann kann man sagen: Jetzt kommen die Schmerzen, weil ich Geld verliere. Oder man sagt: Das Depot nimmt Anlauf und springt beim nächsten Mal wieder ein ganzes Stück weiter.
    Keiner von uns macht einen Fehler mit Absicht. Vor dem Fehler liegt Deine Entscheidung – und die treffen wir aus unseren Erfahrungen, Emotionen und unserem Wissen. Jetzt passiert es, dass eine Aktie deutlich fällt und Du Geld verlierst. Man kann sagen: Ich habe Schmerzen und verliere Geld. Oder man sagt: Ich habe mir mit diesem Geld eine Erfahrung gekauft. Das ist für mich ein riesengroßer Unterschied. Denn: Es ist legitim, einen Fehler zu machen – dumm, ihn zu wiederholen.
    Auch ich mache jeden Tag genug Fehler – im Unternehmen, im privaten Leben, im Sport, auch an der Börse. An der Börse mittlerweile sehr wenige, weil ich eine Menge gelernt und viele Erfahrungen gesammelt habe. Aber läuft alles perfekt? Natürlich nicht.
    Wir haben vor ein paar Monaten das 100.000-Euro-Depot aufgesetzt, jetzt mittlerweile seit rund zwei Monaten im Rennen. Wir stehen dort im Moment bei über rund 1 % im Plus. Der DAX hat 5 % verloren, die Nasdaq um die 3 %, der Dow Jones auch circa 3 %. Wir sind also deutlich besser als der Markt. Aber natürlich habe ich auch Aktien erwischt, die nicht perfekt gelaufen sind – eine Novo Nordisk, die ein Stück weiter gefallen ist, eine PayPal mit schlechteren Earnings. Und schwuppdiwupp waren 3.000, 4.000 Euro weg.
    Das sind kurzfristig Schmerzen – für mich tatsächlich nicht, aber für einige Teilnehmer, die das nachtraden, schon. Ich bin da gar nicht böse drum, denn ich habe nicht das Ziel, morgen damit reich zu sein. Sondern dass dieses Depot genauso getradet wird, wie ich meine eigenen Gelder auch trade. Dieses Depot steht für "learning by doing" – damit Du Deine Schmerzen mit Deinem Geld deutlich reduzierst.
    Bin ich im Moment glücklich mit dem, wo wir stehen? Jein. Im Verhältnis zum Markt sicherlich gut gelaufen, aber im Verhältnis zu meinem Anspruch von 1,5 bis 2 % pro Monat ist es natürlich noch nicht perfekt. Andersrum habe ich andere Aktien im Depot, wo ich weiß: Die haben ein gigantisches Aufwärtspotenzial. Und ich sage auch immer gerne: Nach ein bis zwei Jahren kann man sich mal anschauen, was daraus geworden ist. Das ist das, was ich meinte – auch mit der Timeline.
    Nach den Schmerzen kommt das Geld – mein Fazit
    Manchmal kommen vielleicht sogar zuerst die Schmerzen – wie in meinem Fall, ein Stück weit auch. Und das Geld kommt dann eben später. Wenn Du den Schmerz aber verstehst, wenn Du Dich selbst reflektierst und aus diesem Fehler lernst, dann wird nach den Schmerzen auch das Geld kommen.
    Dafür wünsche ich Dir ganz viel Glück auf Deiner Reise – ob an der Börse, beim Investieren, im privaten Leben oder im Unternehmertum. Die Schmerzen kommen immer im Leben. Und eins kann ich auch sagen: Wenn Du nicht mehr wächst, dann stirbst Du. Insofern wird es diesen Punkt immer geben – es geht immer weiter.
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    #343 Rücksetzer als Chance: Rotation, Ölpreis, Tech – mein Ausblick für März 2026

    03/09/2026 | 19 mins.
    Marktupdate: Wo geht es im März hin?
    In dieser Folge schauen wir, was der Februar an der Börse gemacht hat und wo der März hinlaufen kann. Natürlich ist es ein spannendes Thema, was im Nahen Osten los ist – der Krieg zwischen Iran und den USA und was da alles noch dazugehört. Auch China ist voll im Spiel, denn der Ölpreis wird nach oben gehen, was China drückt. Trump will gerade mit den Chinesen diskutieren und philosophieren – die Chinesen dürften geschwächt sein und vielleicht auch in Richtung Frieden drängen. Das wird alles sehr, sehr spannend. Aber am Ende des Tages heißt es immer: Politische Börsen haben kurze Beine. Wenn Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne steigern, werden Aktien auch langfristig steigen. Welche Aktien jetzt gerade spannend sind und ein bisschen Nachholpotenzial haben – darum geht es heute.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir?

    Die Februar-Performance der Indizes im Überblick

    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen

    Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage

    Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate

    Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check

    Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März

    Selbstreflexion: Was macht die Börse mit Dir?
    Wer die letzten Tage und Wochen an der Börse gesehen hat, dem ist aufgefallen: Das Ende des Februars ist ein bisschen unruhig geworden. Und bevor wir in die Zahlen gehen, möchte ich Dir etwas mitgeben, das für mich genauso wichtig ist wie jeder Indexstand.
    Die Selbstreflexion ist eines der wichtigsten Worte an der Börse – natürlich neben der richtigen Timeline und der richtigen Strategie. Gerade diese Emotion, die Angst, die Gier ist ein sehr großes Thema. Also: Was haben vielleicht die letzten Wochen mit Dir gemacht? Hast Du in großer Angst auf Dein Depot gestarrt und gesagt, um Gottes Willen, die Welt bricht zusammen? Hast Du gar nicht groß reingeguckt und gesagt, ach, das wird doch sowieso wieder alles gut? Hier kann man ganz, ganz viel über sich, über sein Mindset, über das Geld und auch die Beziehung zu Geld lernen.
    Und jetzt sage ich etwas, das vielleicht ein bisschen verrückt klingt: Eigentlich ist Krieg gar keine Krise. Natürlich für die betroffenen Menschen und die gesamte Situation – schon. Aber in der Regel ist es so, dass nach dem Krieg die Kurse steigen, und zwar noch viel weiter als vorher.
    Wir können festhalten: Wir sind im Krieg. Ein Staat wie Dubai wird erwischt – nicht direkt im Krieg, aber durch Drohnen, durch Raketen, die vom Himmel fallen. Ein Fünf-Sterne-Hotel auf der Palme in Flammen. Vielleicht denkt der ein oder andere jetzt nochmal darüber nach, ob Dubai ein Investment ist – oder ob die Sicherheit in Deutschland vielleicht doch ganz gut ist. Ich wage da keine These, kein finales Urteil. Aber ich glaube, dass bei dieser ganzen Situation ein paar Verschiebungen passieren können. Ob es immer die richtige Wahl ist, Dubai oder Zypern nur für Steuern zu wählen – auch auf Zypern haben sie die Raketen donnern gehört.
    Die Februar-Performance der Indizes im Überblick
    Schauen wir wie immer zurück, was der Februar gemacht hat. Hier die Entwicklung der großen Indizes vom Ende Januar bis Ende Februar:
    Dow Jones: 48.890 → 48.997 Punkte (+0,2 %) – hat sich fast gar nicht verändert

    Nasdaq 100: 25.552 → 24.960 Punkte (−2,5 %), gleichgewichtet nur −0,1 %

    S&P 500: 6.939 → 6.878 Punkte (−1,0 %), gleichgewichtet: +3,4 % – ein Unterschied von 4,5 Prozentpunkten

    Russell 2000: 2.613 → 2.632 Punkte (+0,8 %) – kein gigantisches Plus, aber immerhin

    MSCI World: 4.527 → 4.556 Punkte (+0,6 %)

    DAX: 24.538 → 25.284 Punkte (+3,0 %) – the winner ist in diesem Fall Deutschland

    Rohöl (Crude): 65 → 67 USD (+~3 %) – das war noch vor den Kriegsthemen; danach nochmal deutlich angesprungen

    EUR/USD: 1,19 → 1,18 (fast unverändert; zwischendurch auf 1,14 gefallen – Dollar-Schwäche)

    Was diese Zahlen zeigen: Es passiert gerade eine gewisse Rotation der Branchen und Sektoren. Der Dow Jones gewinnt leicht, die Nasdaq verliert fast 2,5 %. Gewisse Tech-Werte wurden ein Stück weit abgestraft, auch die Big Seven sind zurückgekommen. Die Old Economy hat im Februar aufgedreht.
    Wer meinen Podcast verfolgt, weiß: Die Tech-Werte sind bei mir schon seit langer, langer Zeit ein bisschen aus dem Depot rausgeflogen. Das hat dazu geführt, dass sich meine Depots in den letzten Wochen sehr gut bewegt haben – in Teilen sogar ein ganzes Stück nach oben, weil eben gerade der Tech-Bereich ein Stück weit verkauft wurde.
    Beim S&P 500 ist die Aussage noch deutlicher: minus 1 % im Standard-Index, aber gleichgewichtet wären statt 1 % Minus sogar 3,5 % Plus drin gewesen. Das hängt damit zusammen, dass die Big Seven so groß gewichtet sind, dass allein Microsoft eine ganze Menge abgegeben hat. Der breitere Markt erholt sich gerade – da gibt es das ein oder andere Kaufsignal, da gibt es Möglichkeiten, sozusagen aus dem Dornröschenschlaf wieder aufzuwachen.
    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen
    Gold und Silber sind die letzten Monate sehr kernig unterwegs – und das bleibt so:
    Gold: 4.894 → 5.278 USD (+~8 %) – geht mal wieder in Richtung All-Time-High

    Silber: 85 → 93,79 USD (+~10 %), in der Spitze aber auch schon bei 125 USD

    Bitcoin: 78.200 → ~66.700 USD (−14,7 %) – verliert weiter deutlich an Wert

    UM Strategy Fund: ~96,60 → ~98,50 (+~2,0 %) – gegen den amerikanischen Markt eine ganze Ecke mehr gewonnen

    Während Gold und Silber explodieren, setzt der Bitcoin seinen Abwärtstrend fort – eine verkehrte Welt für alle, die Bitcoin als „neues Gold" gesehen haben.
    Geopolitik, Ölpreis, Inflation und die Zinsfrage
    Die Frage ist: Wie geht die Welt jetzt weiter? Es gibt verschiedenste Aussagen über den Krieg – dass der nur zwei Wochen dauert, vier Wochen dauert. Andere sagen, es könnte auch ganz langfristig werden. Russland — Ukraine ist auch noch im Krieg. Wir sehen auf der Welt gerade eine ganze Menge an Kriegsgeschehen.
    Das hat natürlich Auswirkungen. In Europa ist die Inflation gerade ein Stück angesprungen – und das liegt damit zusammen, dass das Öl durch den Krieg deutlich teurer geworden ist. Gas alleine ist fast 
    30 % nach oben geflogen. Wir leben gerade eine Situation: Auf der einen Seite Krieg, Negativangst, Panik. Auf der anderen Seite war Krieg im Nachgang immer eigentlich ein Treiber an der Börse. Dazu kommt die wirtschaftliche Seite, die auf Zinssenkung hofft. Jetzt springt der Ölpreis nach oben, treibt die Inflation hoch – und die Wirtschaftsweisen diskutieren schon: Macht es Sinn, die Zinsen zu senken, oder ist das nur ein kurzfristiges Problem aufgrund des Krieges?
    Die Barrel-Zahl wurde zusätzlich um 700.000 nach unten reduziert – gedrosselt. Das macht Öl nochmal knapper. Die Saudis freuen sich – denn der Tourismus nach Dubai und in die anderen Golfstaaten ist eingebrochen. Wenn der Ölpreis deutlich hochgeht, können damit die fehlenden Einnahmen aus dem Tourismus gedeckelt werden.
    Wenn wir nach Deutschland gucken: dasselbe Problem. Steigende Inflation, die gerade in Richtung 3 % gehen könnte. Dazu Arbeitslosenzahlen, die seit langen Jahren nicht mehr so hoch waren. Zinsen will man runter – kann sie aber aufgrund der Inflation eben nicht senken. Insofern ist das eine ein bisschen verzwickte Lage.
    Da passt für mich immer dieser Satz: Vertraue doch lieber auf die Langfristigkeit als Value Investor mit Trading-Ansatz. Mach Dich nicht nervös, guck nicht zu oft in Dein Depot, mach Dich nicht irre. Wenn Du die richtige Strategie hast und eine gewisse Absicherung, dann bleibt das Ganze relativ entspannt.
    Bayer und der Ausblick auf die nächsten Monate
    Noch ein großer Punkt: die Bayer-Aktie. Der Glyphosat-Streit ist immer noch am Laufen – jetzt hofft man auf den Obersten Gerichtshof. Trotzdem hat Bayer einen Milliardenverlust erlitten: Rund 3,6 Milliarden Euro Verlust, dazu nochmals 12 Milliarden Euro an Rückstellungen. Bayers Ausblick für 2026 ist ebenfalls enttäuschend. 
    Bayer ist bei diesem Thema hart getroffen worden – das kann man ganz klar sagen.
    Was erwarte ich für die Zukunft? Ich glaube tatsächlich, dass die nächsten zwei, drei Monate sehr, sehr interessant werden. Ich persönlich glaube, dass der Krieg nicht so lange läuft – und dass die Märkte danach auch wieder in den Modus einschalten, dass es nach oben gehen kann. Welche Bereiche können jetzt positiv laufen? Dazu bringe ich ein paar Einzelaktien mit.
    Aktien-Watchlist: Tech-Rücksetzer und Old Economy im Check
    Wie immer ist das keine Kaufempfehlung – aber ich sehe dort durchaus sehr interessantes Potenzial. Alle Aktien, die ich nenne, besitze ich selbst und kaufe sie auch nach, weil ich sie langfristig halten will.
    Tech-Werte: Jetzt selektiv den Einstieg wagen
    Ich sehe tatsächlich den ein oder anderen Tech-Wert, der jetzt langsam wieder in die Richtung nach oben drehen könnte. Wichtig dabei: vernünftiges Wachstum, Bewertung in einem vernünftigen Maß. Gerade wenn Krisen sind, wird auf Bewertung geguckt. Wächst ein Unternehmen – ja oder nein? Das ist die entscheidende Frage.
    Adobe: rund 260 USD, in der Spitze bei fast 700 USD – ein Stück zurückgekommen, für mich jetzt interessant
    Microsoft: aus der Spitze von 560 USD mit rund 30 % auf circa 400 USD gelaufen. 30 % Minus bei einer Aktie wie Microsoft – manchmal sind es auch 40 oder 50 %. Aber 30 % ist gerade für den langfristig orientierten Investor bestimmt hochwertig. Eine durchaus spannende Einstiegssituation.
    Marvell Technologies: stand schon mal eine ganze Ecke höher, jetzt eher so um die 80 USD – sicherlich durchaus interessant
    Old Economy: Die Langweiler-Aktien, die nicht mehr groß fallen
    Wir haben es gerade wieder gesehen, als die Märkte mit dem Krieg ein bisschen runtergekommen sind: Die Langweiler-Aktien wie eine Danaher, eine General Mills – die sind eben nicht mehr groß gefallen. Auch eine Nike nicht. Weil die Unternehmen eben schon eine ganze Menge gefallen sind. Die Fallhöhe war eher klein. Und die Leute fangen in der Krise immer an, eher in die Langweiler-Aktien zu investieren – mit einer relativ sicheren Dividende und weniger Potenzial, deutlich nach unten zu fallen.
    Auch eine Coca-Cola und eine Pepsi hatte ich in den letzten Monaten diverse Male empfohlen – sehr spannend gelaufen, gut nach oben entwickelt und sicherlich immer noch sehr interessante Werte.
    Meine konkreten Favoriten:
    Amazon: von rund 260 auf 200 USD gefallen – im Big-7-Universum aktuell mein Favorit

    Microsoft: mit rund 30 % Rabatt – gerade eben schon erwähnt

    General Mills: spannend

    Hormel Foods: spannend

    Medtronic: leicht zurückgekommen, aber vorher schon guten Lauf hingelegt. Wird dieses Jahr wahrscheinlich Rekordergebnisse präsentieren, hat aber immer noch rund 30 % Luft nach oben

    Nike mit den Turnschuhen darf man nicht vergessen – sicherlich spannend

    Die bewährten Sektoren aus der Jahresbeginn-Empfehlung:
    Ich hatte am Anfang des Jahres drei Bereiche genannt: Finanzen mit den Banktiteln, Rohstoffe und den Healthcare-Bereich. Alle drei Bereiche sind bisher sehr, sehr gut gelaufen. Auch die Rohstoff- und Ölwerte – ob TTE, Apache, Exxon oder Halliburton – sind alle sehr, sehr schön gelaufen. Da gab es ganz gutes Geld mit zu verdienen.
    Novo Nordisk (NVO): deutlich verprügelt – aber langfristig spannend
    Nehmen wir noch eine weitere mit rein: Novo Nordisk (NVO). Natürlich deutlich verprügelt worden – in der Spitze 150 USD, jetzt bei rund 36 bis 37 USD. Eine Dividendenrendite mittlerweile mit Sonderausschüttung von eher 4 bis 5 %.
    Ja klar: Die Abnehmenspritze hat nicht so gut funktioniert wie geplant, die Preise werden ein bisschen gesenkt. Aber trotzdem ist es ein Milliarden-Extra-Markt, ein Blockbuster, der dazugekommen ist. NVO wird wahrscheinlich nächstes Jahr Rekordgewinne schreiben. Und die Aktie hat auf das alte All-Time-High über 300 % Potenzial. Wird sie das morgen erreichen? Auf gar keinen Fall. Aber: Im Einkauf liegt der Gewinn – und ich würde viele Wetten eingehen, dass man sich die Aktie in drei bis fünf Jahren sehr gerne anschaut.
    Ich glaube auch gerade ein bisschen an den amerikanischen Healthcare-Markt insgesamt. Trump war da ein bisschen drauf losgegangen, wollte Preise senken. Ich glaube aber, das rückt gerade in den Hintergrund – denn: Der ist jetzt im Iran verbandelt, mit dem Krieg verbandelt, hat genug andere Themen. Dementsprechend könnte sich dieser Bereich gut entwickeln.
    Zwei Regeln für unruhige Märkte und mein Fazit für den März
    Alles hängt ein bisschen davon ab, wie der Krieg weitergeht – das kann ich nicht final sagen. Selektiv gibt es die ein oder andere spannende Aktie. Es kann durchaus sein, dass der März noch deutlich ruckelig bleibt, vielleicht geht es auch noch ein bisschen zurück. Was ich Dir aber mitgeben kann: Wenn Du jetzt selektiv einsteigst, bei guten Werten mit einer guten Idee, dann glaube ich, dass Du dort langfristig gutes Geld verdienst.
    Wenn die Märkte so unruhig sind, gibt es für mich zwei ganz wichtige Regeln:
    Regel 1: Manchmal ist es gut, einfach an der Seitenlinie zu stehen.
    Ein bisschen Geld vom Tisch nehmen – wie wir so gerne sagen als Profi. Vielleicht auch mal 
    30, 40, 50 % Cashquote haben. Das ist keine Schwäche, sondern Stärke. Wenn dann die Signale wieder kommen und es sich beruhigt, kann man handeln.
    Regel 2: In zwei bis drei Tranchen investieren.
    An der Börse wird zwar nicht geklingelt – aber wenn Du Dein Geld in zwei bis drei Tranchen investierst, wirst Du auf jeden Fall einen sehr, sehr guten Einstiegspreis haben.
    Was mag ich Dir für den März mitgeben? „Lass Dich nicht irre machen." Genieße es, dass die Sonne langsam ein bisschen hochsteigt, dass es ein bisschen heller wird, dass wir ein bisschen mehr Licht und Sonnenschein und Wärme haben. Vielleicht guckt man auch nicht jeden Tag ganz irre auf die Börse, sondern hält manchmal auch ein bisschen Abstand. Und dann kann man ganz beruhigt und entspannt in die Zukunft blicken.
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    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
    Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
    Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

    Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
    ► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

    Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:
    ► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de
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    (00:00:00) Politische Börsen haben kurze Beine
    (00:03:23) Die Zahlen vom Februar
    (00:07:59) Wie wird es weitergehen?
    (00:12:25) Welche Aktien und Branchen jetzt spannend sind
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #342 Deine Beziehung zu Geld entscheidet über Dein Vermögen

    03/02/2026 | 21 mins.
    Die Beziehung zu Geld: Warum sie über Dein Vermögen entscheidet
    In dieser Folge geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick nichts mit der Börse zu tun hat, und doch das Fundament dafür ist: Deine Beziehung zu Geld. Denn bevor Du investieren, sparen oder Vermögen aufbauen kannst, musst Du klären, wie Du eigentlich zu Geld stehst. Sprichst Du positiv darüber? Denkst Du in Mangel oder Fülle? Triffst Du bewusste Entscheidungen – oder lässt Du Dich von Emotionen treiben?
    Unser gesamtes Leben besteht aus Beziehungen. Sie prägen uns, geben Halt und formen uns. Deshalb spreche ich heute über eine wichtige Beziehung: Die Beziehung zu Dir selbst und zu Deinem Geld.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Warum Beziehungen unser Leben prägen

    Drei Fragen an Deine Geldbeziehung

    Was Deine Geldbeziehung schwächt

    Was Deine Geldbeziehung stärkt

    Die drei Problem-Typen im Umgang mit Geld

    Der Macher – und was aus 10.000 Euro werden kann

    Warum Beziehungen unser Leben prägen
    Wir entstehen aus Beziehungen. Beziehungen geben uns Halt, sie prägen uns und formen uns. Man kann sagen: Zwischen dem 0. und 6. Lebensjahr werden die Grundsteine für alle unsere Beziehungen gelegt – vor allem am Start, in der Familie. Die Elternbeziehung ist unglaublich wichtig. Die Beziehung der Mutter zum Kind, aber vor allem die des Kindes zur Mutter.
    Wenn wir über Beziehungen sprechen, meinen wir die Eltern, die Kinder, die Partnerschaft und die Freunde. Beziehungen können unser Leben stabilisieren, sie können uns Halt geben – aber sie können auch schwer sein, wenn es an Stabilität fehlt.
    Wir sind hier im Börseninvestor-Podcast, und trotzdem spreche ich heute über Beziehungen. Warum? Weil es vor allem um die Beziehung zu Geld geht. Die Börse ist das Vehikel am Ende, um vernünftig zu investieren. Aber die Frage ist: Warum sind Beziehungen überhaupt wichtig – und warum ist die Beziehung zu Geld so entscheidend?
    Du kennst meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Wenn wir über Investieren reden, sind wir in der letzten Stufe. Doch die Frage ist: Wie ist Deine Beziehung zum Geld? Denn bei vielen fängt der Kreis viel früher an. Und genau dort sollte man ansetzen. 
    Stellen wir uns die Grundfrage: Warum sind Beziehungen eigentlich wichtig? 
    Drei Dinge sind für mich entscheidend:
    Beziehungen geben Sicherheit. Sie schaffen ein stabiles Fundament und emotionale Geborgenheit. Genau diese Emotionen sind an der Börse entscheidend. Wenn Menschen in keiner Beziehung sind, wenn sie Single sind oder keine feste Partnerschaft haben, fehlen bestimmte Hormone und Endorphine. Allein eine Berührung, ein Kuss – all das lässt Glückshormone ausschütten und sorgt für Entspannung und Ruhe im Leben. Beziehungen geben uns also Sicherheit – eine Grundvoraussetzung, um auch finanziell klare Entscheidungen treffen zu können.

    Beziehungen prägen unser Verhalten. Sie beeinflussen, wie wir handeln, wie wir uns entscheiden und wie wir auf Herausforderungen reagieren. Das passt perfekt zum Thema Geld, Einkommen, Sparen und Investieren. Wer meinen Podcast kennt, weiß: Die drei größten Probleme an der Börse sind: keine Strategie zu haben, die falsche Timeline zu verfolgen und vor allem, sich von Emotionen leiten zu lassen. André Kostolany sagte treffend: „Trenne dich von den Emotionen – oder die Emotionen trennen dich von deinem Geld." Beziehungen prägen also unser Verhalten, auch das zu Geld.

    Beziehungen formen unser Selbstbild. Durch sie lernen wir, wer wir sind und welchen Wert wir für uns und andere haben. Hier kommt das Wort Selbstreflexion ins Spiel. Das gilt für Gespräche mit dem Partner, aber auch für das Gespräch über Geld, für die Gedanken über Geld und somit auch für die Beziehung, die wir zum Geld haben. Denn eines können wir heute sagen: Wenn Du eine richtig gute Beziehung zu Geld hast, ein richtig positives Mindset, dann hättest Du definitiv ein Vermögen. Denn jeden Morgen siehst Du die Person im Spiegel, die dafür verantwortlich ist, ob Du schon ein Vermögen hast oder noch nicht.

    Wenn Du lernst, nicht mehr dem Freund, der Freundin, den Kunden, dem Internet, dem Krieg oder Donald Trump die Schuld zu geben – dann bist Du in diesem Bereich schon viel weiter.
    Drei Fragen an Deine Geldbeziehung
    Wenn Beziehungen unser Leben prägen, dann stellt sich die Frage: Wie sieht Deine Beziehung zu Geld aus? Sie entscheidet letztendlich, ob Geld zu Dir kommt.
    Alles im Leben ist Energie. Kleine Teilchen in der Physik, die sich bewegen. Energy is the key. Je mehr Energie Du nach draußen gibst, desto mehr kommt zurück. Das kennen wir aus Beziehungen: Wenn Du Energie reinsteckst, kommt Energie zurück. Wenn Du es nur dahinplätschern lässt, kommt von der Gegenseite auch nichts.
    Halten wir uns mal den Spiegel vor – wird es gerade schön oder eher unbequem?
    Erste Frage: Wie sprichst Du über Geld? Sprichst Du positiv, ehrfürchtig darüber? Sprichst Du gar nicht darüber? Ziehst Du Geld mit positiven Worten an – oder kommen negative Kommentare über Deine Lippen?
    Zweite Frage: Wie denkst Du über Geld? Das ist unglaublich wichtig. Wir haben täglich 60.000 bis 80.000 Gedanken, und davon sind 60.000 immer die gleichen. 
    Wenn Du also negativ über Geld denkst, wird das auch in Zukunft so sein. Das Geld wird nicht zu Dir kommen.
    Kennst Du den Spruch: „Das Geld zerrinnt Dir in den Fingern?" Leute verdienen gutes Geld, aber das Konto ist immer leer. Sie bekommen Urlaubsgeld, 13. oder 14. Gehalt, einen tollen Bonus – und kurz danach ist das Girokonto wieder leer. Die Frage ist: Wie ist Deine Einstellung zu Geld? Wie denkst Du darüber?
    Dritte Frage: Welche täglichen Entscheidungen über Geld triffst Du? Die Entscheidungen von heute bestimmen Dein Leben von morgen. Was Du gestern entschieden hast, erlebst Du heute. Es heißt so schön: Was Du gestern dachtest, bist Du heute geworden. Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Das gilt auch für Geld.
    Eine Entscheidung zu treffen ist unglaublich wichtig. Manchmal ist es die falsche Entscheidung. Übersetzen wir das für die Börse, können wir sagen, dass wir manchmal Fehler machen. Aber wenn Du Dir sagst: „Das ist kein Fehler, ich habe eine Erfahrung gekauft" – dann kann das ein toller Fehler sein. Wenn Du diesen Fehler nie wiederholst, war es vielleicht der beste Fehler überhaupt. Denn Du hast eine wertvolle Erfahrung gewonnen.
    Was ist also Deine tägliche Entscheidung über Geld? Viele Dinge laufen unbewusst, aber wir können jeden Tag bewusste Entscheidungen treffen. Und wenn Du gar keine Entscheidung triffst, ist auch das eine Entscheidung. Für mich ist ganz klar, dass Du bewusst Dinge entscheiden solltest, ansonsten wirst Du nur geleitet, aber gestaltest Dein Leben nicht aktiv selbst. 
    Schauen wir uns die Geldbeziehung genauer an. Ich habe bereits meine Formel ESI erwähnt: Einkommen, Sparen, Investieren. Sie ist unglaublich wichtig.
    Stell Dir die Frage: Welche Beziehung hast Du zu Deinem Einkommen? Hast Du Dir bewusst Gedanken gemacht, wie Dein Einkommen eigentlich ist? Ist es gut? Könntest Du vielleicht ein viel besseres Einkommen haben? Was denkst Du über Dein Einkommen? Kümmerst Du Dich aktiv darum, es zu erhöhen?
    Wenn Du eine schlechte Beziehung zu Geld hast, eine schlechte Beziehung zu Dir selbst, ein mangelndes Geldbewusstsein oder eine von Mangel geprägte Denkweise – dann hast Du auch eine schlechte Beziehung zu Deinem Einkommen. Vielleicht bist Du Dir selbst nicht genug wert. Denn Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl bestimmen, welches Einkommen Du generieren kannst.
    Ich kann das aus meiner eigenen Geschichte der Ulrich Müller Wealth Academy erzählen: Vor vielen Jahren habe ich den VIP-Club ins Leben gerufen. Ich hatte ihn geplant, aber beim nächsten Event nicht verkauft. Mein damaliger Mitarbeiter fragte mich: „Uli, warum hast Du den VIP-Club nicht verkauft?"
    Mein Gefühl war: Ich habe nicht geglaubt, dass der Wert, den ich biete, mit dem Preis übereinstimmt, den ich nehmen wollte. Ganz am Ende des Events habe ich ihn dann kurz angeteasert – und die ersten drei, vier haben sofort gebucht.
    Woran lag das? Es lag an meinem Selbstvertrauen, an meinem Selbstwertgefühl. Ich habe mich nicht getraut, es durchzuziehen. Heute weiß ich: Der VIP-Club ist unglaublich cool, der Mehrwert ist gigantisch, der Wert ist viel größer als der Preis. Aber man sieht: Wie wir uns selbst einschätzen, ist sehr wichtig.
    Was Deine Geldbeziehung schwächt
    Was stärkt Deine Geldbeziehung und was schwächt sie? Fangen wir mit den Schwächungen an.
    Verdrängung. Menschen, die immer verdrängen, schwächen ihre Geldbeziehung. Verdrängung ist grundsätzlich nicht gut. Dinge nicht auszusprechen, immer wieder Steine in den Rucksack zu legen, obwohl man weiß, dass man darüber reden müsste – das hilft nicht. Der Rucksack wird immer schwerer. Irgendwann kommt es zum Knall, oder der Rucksack erdrückt Dich. Und die Beziehung – ob zu Geld oder zu Menschen – ist beendet.

    Emotionale Impulse. Impulskäufe sind ein klassisches Beispiel. Vielleicht hatte man einen schlechten Tag, ist genervt, und dann trinkt man abends ein Glas Wein, das man eigentlich nicht wollte. Man isst Schokolade, weil man es sich „verdient" hat. Oder man kauft online ein, weil der Tag so blöd war und wenigstens der Abend noch schön werden soll.

    Emotionale Impulse sind extrem schlecht für die Beziehung zu Geld – und übrigens auch für normale Beziehungen. Wir alle kennen das: In der Emotion haut man etwas raus und denkt hinterher: „Um Gottes Willen, hätte ich doch erst durchgeatmet, eine Nacht darüber geschlafen, dann hätte ich diese Entscheidung nicht getroffen." Vielleicht hätte man jemand anderen nicht verletzt oder keine falsche Aussage gemacht.
    Die Angst. An der Börse zeigt sich Angst in zwei Formen: Zum einen ist es die Angst, Geld zu verlieren, zum anderen die Angst, nicht genug zu bekommen. Ob Verlustangst oder Gier – im Hintergrund steht immer die Angst. Und Angst bedeutet: Du vergleichst Dich, Du glaubst, Du bist nicht gut genug.

    Das ist wie in einer Partnerschaft, in der man oft eifersüchtig ist. Eifersucht ist auch nichts anderes als die Angst vor dem Vergleich – das Gefühl, nicht gut genug zu sein und der Partner könnte Dich verlassen.
    Genauso ist es mit Geld: Du bist es nicht wert – und deshalb kommt kein Geld in Dein Leben, auf Dein Konto, vielleicht auch kein höheres Einkommen. Weil Du Angst hast, nicht gut genug zu sein.
    Hoffnung ohne Plan. Ich sage an der Börse immer: Hoffnung ist keine Strategie. Das Gleiche gilt für die Geldbeziehung. Hoffnung hilft nicht. Wir brauchen nicht zu hoffen, dass es endlich mehr Geld wird. Wir brauchen nicht zu hoffen, dass die Rendite besser wird, wenn wir keine Entscheidungen treffen. Wir brauchen nicht zu hoffen, dass die Börsenkurve nach oben dreht, wenn wir nicht bereit sind zu lernen und zu investieren.

    All das schwächt Deine Geldbeziehung: Verdrängung, emotionale Impulse, Angst und Hoffnung ohne Plan.
    Was Deine Geldbeziehung stärkt
    Was aber stärkt sie? Ich habe vier Punkte mitgebracht.
    Das konkrete Ziel. Es soll SMART sein: messbar, passend für Dich, terminiert und ganz konkret.

    Die Struktur. Was stärkt eine Geldbeziehung mehr als eine klare Struktur? Wenn Einkommen reinkommt, geht es um die Frage: Mit welcher Struktur verteilst Du es? Für Kosten, für Rücklagen, für Steuern, für Investitionen – und eben auch, um Geld beiseitezulegen.

    Verantwortung übernehmen. Ich sage immer: Du bist die beste Person, die sich um Dein Geld kümmern sollte. Wenn Du endlich die Verantwortung übernimmst – das Wort sagt es schon: Du bist die beste Person dafür –, dann wird Dein Investment in die richtige Richtung wachsen.

    Das System. Nur mit einem System wirst Du wirklich erfolgreich. Alles im Leben folgt einer Strategie und einem System. Die Frage ist: Wie ist Dein System für eine richtig gute Geldbeziehung? Erst wenn Du das schaffst, wirst Du Geld anziehen – und es wird gerne zu Dir kommen. 

    Die drei Problem-Typen im Umgang mit Geld
    Schauen wir auf die drei typischen Geldbeziehungsmuster, die unbewusst wirken:
    Typ 1: Der Verdränger. Er ignoriert Geld, schaut bewusst weg. Vermeidet Konfrontationen, vermeidet Konflikte. Zahlen sind unklar. Entscheidungen werden aufgeschoben – oder einfach nicht getroffen. Der Verdränger sagt: „Ich kann mich ja morgen drum kümmern. Nächste Woche, nächstes Jahr." Das Ergebnis: Er wird niemals ein Vermögen aufbauen. Denn seine Beziehung zu Geld stimmt nicht – und das betrifft nicht nur Geld, sondern auch Partnerschaften oder andere Entscheidungen im Leben.
    Typ 2: Der Impulsive. Er trifft spontane, emotionale Entscheidungen. Er tätigt emotionale Käufe, hat keine Kontrolle über seine Beziehung zu Geld, zu sich selbst oder zu seinem Leben. Das Geld fließt unkontrolliert raus. Im Nachgang kommt die Reue: „Hätte ich das wirklich kaufen müssen?" Aber da ist es schon gekauft, das Geld ist ausgegeben.
    Der Impulsive hat ein großes Problem mit Spontaneität und Emotionen. Egal ob in der Liebe, in der Partnerschaft, mit Alkohol oder mit Geld – er muss lernen, seine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen.
    Typ 3: Der Hoffende. Er wartet auf ein Wunder. Er hofft auf Glück und hat eine passive Haltung: „Ich mache das schon immer so, ich brauche nichts verändern." Er erwartet, dass sich Geld von alleine vermehrt. Aber ich kann Dir sagen: Das wird nicht passieren. Geld vermehrt sich nicht von alleine.
    Der Hoffende handelt nicht aktiv. Er denkt: „Das wird schon irgendwie klappen." Aber Hoffnung ist keine Strategie.
    Weder der Verdränger, noch der Impulsive, noch der Hoffende werden jemals eine Geldbeziehung haben, die wirklich zu Vermögen führt. Verdrängen hilft nicht. Impulsiv das Geld rausschmeißen hilft nicht. Und nur darauf zu hoffen, dass es gut wird, wird auch nicht klappen. 
    Der Macher – und was aus 10.000 Euro werden kann
    Es braucht Typ Nummer vier: den Macher und Entscheider. Der Macher lässt sich nicht von seinen Emotionen leiten, ist bodenständig und agiert durchdacht und mit einer klaren Strategie.
    Denn die drei Typen, die wir besprochen haben – Verdränger, Impulsiver, Hoffender – haben alle kein Einkommensproblem. Sie haben alle ein Einkommen. Aber sie haben ein Beziehungsproblem. Es geht nicht um das Einkommen. Es geht um die Beziehung zum Einkommen, zum Geld und zum Vermögensaufbau.
    Geld kommt rein. Geld geht raus. Aber wenn es rausgeht, entsteht kein Wachstum. Und wenn Du keine Struktur hast, bleibt es dabei.
    Schauen wir auf zwei Beispiele, wie sich Geldbeziehung anfühlt:
    Der unsichere Typ: Er hat Angst vor Entscheidungen. Das Geld bleibt liegen. Er hat keine aktiven Gespräche über Geld und kümmert sich nicht darum. Er hat mal 10.000 Euro Startkapital – aber erzielt keine Rendite. Die Inflation frisst die Kaufkraft auf. Nach 20 Jahren hat er immer noch 10.000 Euro. Nichts hat sich verändert.
    Die bewusste Person (Typ B): Sie hat eine bewusste Beziehung zu Geld, trifft klare Entscheidungen, hat ein System, gibt dem Geld den Auftrag, mehr zu werden. Diese Person hat feste Regeln und handelt systematisch.
    Und wenn man das tut, kann daraus einiges mehr werden: Aus 10.000 Euro können nach 20 Jahren über 2 Millionen Euro werden.
    Die Rechnung dahinter: 10.000 Euro Startkapital plus 150 Euro monatlicher Sparplan, angelegt zu 2 Prozent Rendite pro Monat. Das ist keine Fantasiezahl – das ist die Zahl, die unsere Teilnehmer im Schnitt erreichen, manche sogar mehr.
    Aber dann sieht man, was hinten rauskommen kann.
    Ich kann Dir diesen Podcast nur mitgeben: Denk über Deine Beziehung zu Geld nach. Nimm Dir dringend Zeit, um über Geld nachzudenken – und auch über Beziehungen allgemein. 
    Wenn Du die Beziehung zu Geld verbesserst, wird sich Dein Einkommen erhöhen. Deine Sparrate wird steigen. Du wirst bewusster handeln. Und dann kannst Du investieren – und wirklich ein Vermögen aufbauen.
    Ich weiß, dass der heutige Podcast ein bisschen an der Börse vorbeigegangen ist. Aber ich glaube, dass die Beziehung zu Geld unglaublich wichtig ist, denn am Ende ist das Investieren nur ein Teil dieser Beziehung.
    Wenn die Beziehung nicht aufgeräumt ist – wenn sie nicht klar strukturiert ist, wenn keine klaren Entscheidungen getroffen werden, wenn kein klarer Auftrag vergeben wird und Du nicht mit festen Regeln und einem System handelst – dann wird diese Beziehung weiterhin kaputt bleiben. Und dann wird auch kein Vermögen daraus entstehen.
    --
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    (00:00:00) Vor- und Nachteile von Beziehungen
    (00:04:38) Selbstreflexion und die Relevanz Deiner Gedanken
    (00:11:34) Emotionen und weitere Beziehungskiller
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #341 Sicherer geht's nicht! - Warum Aktien auf lange Sicht alles überstehen

    02/23/2026 | 20 mins.
    Warum die Aktie die beste und sicherste Geldanlage der Welt ist
    In dieser Folge geht es um eine meiner Kernüberzeugungen: Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Ich erkläre Dir, was Risiko wirklich bedeutet, wie Du es managen kannst, warum Absicherung so wichtig ist und weshalb massiv viele reiche Menschen auf der Welt in Aktien investiert sind. Natürlich wird viel Unsicherheit und Angst geschürt – denn mit Angst kann man Menschen lenken. In dieser Folge erfährst Du, wieso die Aktie die sicherste Geldanlage der Welt ist, und wieso Du in Aktien investieren solltest. 
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Was bedeutet Sicherheit wirklich?

    Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied?

    Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen

    Die Megatrends und warum Du sie kennen solltest

    Aktie vs. Immobilie

    Was bedeutet Sicherheit wirklich?
    „Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt", davon bin ich überzeugt. Aber ist das wirklich so? Und was ist überhaupt Risiko? Was ist Sicherheit?
    Hier müssen wir unterscheiden. Wenn wir das Wort Sicherheit nehmen, meinen wir wahrscheinlich alle etwas Ähnliches. Aber schauen wir uns eine Bank an: Was ist dort Sicherheit? Ist es die Gewissheit, dass Du auf dem Sparbuch 1 % Zinsen bekommst und Dein Geld vermeintlich sicher ist? Oder meinst Du damit, dass Du Dein Geld zu 100 % zurückbekommst?
    Ich persönlich glaube: Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf der Welt. Selbst eine vermeintlich sichere Bank wird manchmal überfallen. Selbst ein tolles Haus – dort wird eingebrochen. Alles, was ein Mensch baut, kann ein anderer auch wieder aufbrechen.
    Und wie ist es mit der Börse? Ist sie sicher? Der eine wird sagen: „Die Börse ist überhaupt nicht sicher. Sie schwankt nämlich dramatisch. Heute habe ich vielleicht 100.000 Euro im Depot und morgen vielleicht nur 98.000. Und beim nächsten großen Crash sind es vielleicht nur noch 70.000, 60.000 oder 50.000."
    Ja, das stimmt, aber das ist nur kurzfristig so. Denn ich sage: Die Aktie ist die sicherste und beste Geldanlage der Welt. Warum? Weil Dein Geld in Produktivkapital angelegt ist. Damit kommen wir zum Kern: Sicherheit entsteht dann, wenn Du selbst ein gutes Mindset und viel Wissen hast. Und auch, wenn Du für Dich selbst definiert hast, was Sicherheit und Risiko für Dich bedeuten.
    Der eine sagt: „Wenn mein 100.000-Euro-Depot auf 90.000 fällt, ist das für mich immer noch sicher, weil ich ja nur 10 % verloren habe." Und jemand anderes denkt: „Um Gottes Willen, ich habe schon 10 % verloren! Ich wollte doch mein Geld auf jeden Fall behalten!" 
    Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Definitionen von Sicherheit.
    Zinsen vs. Rendite: Was ist der Unterschied?
    Um zu verstehen, warum die Aktie die beste Geldanlage ist, müssen wir über Zinsen und Rendite sprechen.
    Immer wenn Du Zinsen kassierst – und ich sage dazu gerne: „Zinsen sind Strafgeld", gibst Du Dein Geld an eine Bank, eine Versicherung oder eine Investmentgesellschaft. Du schließt einen Vertrag über ein Sparbuch, Tagesgeld oder eine Lebensversicherung, und diese Gesellschaft arbeitet mit Deinem Geld. Sie gibt Dir einen kleinen Teil als Zinsen zurück. 
    Zinsen bekommst Du immer dann, wenn Du Geld verleihst. Du bist der Kreditgeber. Die anderen sind die Kreditnehmer und erwirtschaften mit Deinem Geld die eigentliche Rendite. Viel schlauer ist es, Geld zu investieren. Und damit kommen wir zu den Aktien. Investierst Du Dein Geld in Aktien, ist es im Produktivkapital unterwegs. Du bist nicht mehr der Kreditgeber, sondern der Miteigentümer von Unternehmen. 
    Klar, Aktien können stark schwanken. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass es sich um kurzfristige Veränderungen handelt. Denn langfristig, da bin ich mir immer sicher, kommen die Aktien wieder zurück.
    Risiko ist auch hier wieder eine Frage der Definition: Für den einen ist ein Verlust von 2 % bereits ein Risiko, für den anderen sind 40 % Verlust verkraftbar, weil er abgesichert ist und langfristig denkt.
    Warum bin ich so überzeugt? Weil Aktienkurse langfristig aus guten Gründen steigen. Und zwar aus sehr guten Gründen. 
    Fünf Gründe, warum Aktienkurse langfristig steigen
    Schauen wir auf die Weltwirtschaft. Ein Großteil von ihr wird über Konsum gesteuert, denn wir essen, trinken, kleiden uns, waschen uns. Wir wollen den westlichen Konsum: das tolle Auto, die Reise, den Computer, das Handy, schöne Klamotten, Schmuck. All das sind Dinge, die konsumiert werden.
    Und der Konsum wächst immer weiter. Warum ist das so? Dafür gibt es mehrere Gründe:
    Grund 1: Die Menschheit wächst. Wir haben heute etwa 8,3 Milliarden Menschen auf der Welt und bis 2050 werden es voraussichtlich 12 Milliarden sein. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Mehr Menschen bedeuten wiederum mehr Konsumenten – und damit mehr Umsatzpotenzial für Unternehmen.
    Grund 2: Wir werden immer älter. Ein Mensch, der in der heutigen Zeit geboren wird, wird im Schnitt etwa 100 Jahre alt. Das bedeutet: Er ist 100 Jahre lang Konsument. Früher waren es 50, 60 oder 65 Jahre, das heißt, dass ein Mensch weitaus länger konsumiert. 
    Hinzu kommt der demografische Wandel: Wir haben immer mehr ältere Menschen, die Vermögen angesammelt haben. Denk an die Milliarden, die in den nächsten Jahren vererbt werden. Alte Menschen im Altersheim geben oft kaum noch Geld aus – doch wenn dieses Vermögen in jüngere Hände wandert, wird es wieder liquide und fließt zurück in den Markt, in Konsum und Investitionen.
    Grund 3: Die Zentralbanken drucken Geld. EZB, FED und andere Zentralbanken weltweit haben seit der Lehman-Pleite 2008/09 faktisch eine Nullzinspolitik betrieben. Zwar sind die Zinsen zuletzt gestiegen, doch die Diskussion über Zinssenkungen und neues Gelddrucken ist bereits wieder da. Wenn Geld gedruckt wird, entsteht ein Anlagenotstand. Wohin mit dem vielen Geld? Die klassische Sparwelt stirbt. Und wenn allein in Deutschland über 5 Billionen Euro auf Sparbüchern liegen, ahnt man, wie viel neues Geld potenziell in den Aktienmarkt fließen kann.
    Grund 4: Der technologische Fortschritt. Der Mensch hat den Drang, immer besser zu werden, effektiver, schlanker, besser – in der Freundschaft, in der Beziehung, im Beruf. Und dieser Drang treibt die Technologie an.
    Wusstest Du, dass etwa 80 Prozent aller Forscher, die jemals gelebt haben, heute leben? Das Wissen der Welt verdoppelt sich mittlerweile alle drei bis vier Jahre – früher dauerte das noch 20 Jahre. Diese Beschleunigung ist enorm und sie wird weitergehen. Denk an Künstliche Intelligenz – welche Möglichkeiten tun sich auf? Die Welt entwickelt sich rasant weiter. 
    Ich nehme gerne ein Beispiel aus meiner Leidenschaft: Autos. Damals gab es Fahrzeuge mit 50, 100, 150 PS. Heute haben wir Autos mit 600, 700, 800 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 wird immer schneller. Und in allen Bereichen unseres Lebens vernetzt sich die Welt mehr und mehr.
    Damit kommen wir zum fünften Grund: den Megatrends. Wissen und Information sind das Gold der heutigen Zeit. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dieses Wissen in Investments umzusetzen – das ist der Schlüssel, um wirklich Geld zu verdienen. 
    Die Megatrends und warum Du sie kennen solltest
    Jetzt haben wir also die Gründe, warum Aktien langfristig steigen. Aber wie setzt Du das für Dich um? Es geht um Sicherheit, Risiko, Zinsen, Rendite und vor allem um die richtige Strategie.
    Schauen wir auf die Krisen der Vergangenheit. Eine Aktie ist nichts anderes als ein Unternehmen. Und ein Unternehmen ist ein Arbeitgeber. Wenn große Krisen kommen, passiert immer wieder dasselbe: Große Unternehmen werden gestützt – vom Staat, von der EZB, von der FED. Warum?
    Weil sie systemrelevant sind. Sie beschäftigen tausende Menschen, zahlen Steuern, treiben die Wirtschaft an. Ein Zusammenbruch wäre zu teuer. Also hilft der Staat. Das ist ein unsichtbares Sicherheitsnetz, das Du als Aktionär mitbekommst.
    Im Chinesischen steht das Zeichen für Krise übrigens auch für Chance. Wer das versteht, nutzt Krisen zum Einstieg. Warum? Damit diese Unternehmen nicht pleitegehen. Ich höre oft von mittelständischen und kleinen Unternehmen: „Die haben doch Milliarden Gewinne, Milliarden Umsatz – warum kriegen die noch Geld?" Die Antwort ist einfach: Eine Aktie ist ein Unternehmen. Ein Unternehmen ist ein Arbeitgeber. Arbeitgeber zahlen Gehälter, sie zahlen Steuern, sie sind das Rückgrat der Wirtschaft.
    Ein großes Aktienunternehmen ist die Wirtschaft. Ich sage immer: Die Börse ist der Herzschlag der Wirtschaft. Ohne Börse geht es nicht. Ganz klar: Nein, es würde nicht ohne Börse gehen.
    Copperfields war damals, im Jahr 1600, die erste Aktie. Warum wurde sie gegründet? Weil man als Unternehmen expandieren, wachsen und Gas geben wollte. Dafür braucht man Geld, also entstand der Gedanke, Anteile auszugeben – und damit waren die ersten Aktien geboren. 
    Dieses Prinzip gilt bis heute: Unternehmen brauchen Kapital, um zu wachsen. Als Aktionär stellst Du dieses Kapital zur Verfügung – und wirst dafür am Erfolg beteiligt. Und genau das ist der entscheidende Faktor: Für Wachstum braucht man Geld. Für Forschung, Entwicklung, neue Patente, Anwälte, neue Mitarbeiter, neue Strategien – all das kostet Geld.
    Damals entstand die erste Aktie, weil man sagte: "Wir gehen an die Börse." Dabei gab es die Börse damals noch gar nicht. Es war die erste Aktiengesellschaft überhaupt. Die Börse ist nur der Handelsplatz – die Aktiengesellschaft, die Aktie ist das Vehikel dahinter.
    Man hat sich mit 10, 20, 30 Leuten zusammengetan, jeder hat Anteile am Unternehmen bekommen. Im Grunde ist das nichts anderes als bei einer GmbH: Dort gibt es GmbH-Anteile, die verschiedenen Gesellschaftern gehören. Bei der Aktiengesellschaft ist es genauso. Die Aktie ist für mich der Herzschlag der Wirtschaft. Und jetzt schauen wir auf die Megatrends. 
    Da gibt es ganz verschiedene:
    Digitalisierung: Alles, was wir haben, ist mittlerweile digital. Fast alles. Das gute alte Papier hat vielleicht nicht mehr lange Bestand. Denk an Drucker und Kopierer – irgendwann wird sie keiner mehr brauchen, weil nichts mehr ausgedruckt wird. Die Digitalisierung ist ein absoluter Megatrend seit Jahrzehnten.
    Urbanisierung ist ein weiterer Megatrend: der Wandel vom Land in die Stadt. Es entstehen Millionenstädte, 10- oder 20-Millionen-Metropolen. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte und vernetzen sich dort.
    Dann ist da Künstliche Intelligenz – ebenfalls ein Megatrend, der die Welt extrem verändert. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem Hype (wie damals Cannabis oder Wasserstoff) und einem echten Megatrend. Ein Megatrend ist etwas, das die Welt, das Dein Verhalten, Dein ganzes Leben grundlegend verändert.
    Der dritte Punkt in diesem Bereich ist die Vernetzung. Alles ist mittlerweile vernetzt: Das Auto spricht mit der Uhr, die Uhr mit dem Schlüssel, der Schlüssel öffnet das Smart-Home, das Handy ist immer dabei. Das iPad hat überall die Bilder, der Kühlschrank kommuniziert mit dem iPad. Rollläden fahren von alleine hoch und runter. Was früher über verschiedene Apps gesteuert wurde, läuft heute oft in einer einzigen App zusammen.
    Ob Du das gut findest, ist eine andere Frage. Vielleicht liebst Du Technik – vielleicht gehörst Du aber auch zu den Menschen, die sagen: „Um Gottes Willen, ich will meinen Zettel und meinen Stift, das ist viel entspannter." Egal wie Du dazu stehst: Die Megatrends verändern die Welt.
    Weitere Megatrends: vegetarisch-vegane Ernährung, Umwelt, Konsum, Klima, Geschichte, Infrastruktur. Letztere ist besonders spannend, weil Dinge sich ständig verändern. Ein Beispiel: Parkhäuser. Früher wurden sie für kleine Autos gebaut. Heute sind die Fahrzeuge so groß geworden, dass viele Parkhäuser nicht mehr passen – sie werden abgerissen und neu gebaut. Auch Züge und Flugzeuge werden immer schneller und größer.
    Die Zeiten verändern sich – und damit brauchen wir mehr Infrastruktur. Infrastruktur ist ein absoluter Megatrend.
    Und wenn wir über KI sprechen: Künstliche Intelligenz braucht Energie, und zwar extrem viel Energie. Auch das ist ein Megatrend. Jahr für Jahr steigt der Energieverbrauch auf der Erde um 5 bis 10 Prozent. Die großen Unternehmen der Welt verdienen daran, und als Aktionär kannst Du daran teilhaben.
    Ich persönlich bleibe dabei: Die Aktie ist die beste und sicherste Geldanlage der Welt.
    Wenn Du diese Zusammenhänge verstehst, wenn Du weißt, wie die Welt tickt, wenn Du die Megatrends von heute und morgen erkennst, wenn Du rechtzeitig investierst und vor allem langfristig dabeibleibst – dann wirst Du mit Aktien ein gutes Geld verdienen.
    Und jetzt komme ich zum wichtigsten Punkt: Warum ist die Aktie wirklich die beste und sicherste Geldanlage der Welt? Fassen wir zusammen.
    Aktie vs. Immobilie
    Denn wenn wir unser Geld auf ein Sparbuch legen, haben wir eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person. Aber die Frage ist: Wenn ein, zwei oder drei große Banken pleitegehen – reicht das Geld dann überhaupt? Wir haben es bei der Lehman-Pleite gesehen. Damals wurden die Aktienkurse auf Talfahrt geschickt, weil niemand wusste, wer mit wem vernetzt war.
    Und dann kam Corona, wo wir alle zuhause bleiben mussten, und viele dachten, die Welt geht unter. Die Krise, in der Du gerade steckst, ist immer die schlimmste. Aber eines gilt: Jede Krise geht vorbei. Wirklich jede.
    Wenn Du die Aktie im Depot hast – die beste und sicherste Geldanlage der Welt – aber vor allem: Deine Angst und Deine Emotionen im Griff hast, weil Du das Spiel dahinter verstanden hast, dann verstehst Du auch, warum reiche Menschen so viel Geld in Aktien investiert haben. Sie wissen: Die Aktie muss langfristig laufen. 
    Ein kurzer Blick auf Immobilien: Auch sie gelten als sicher. Mein Papa hat nach 45 Jahren Bauunternehmen immer gesagt: „Ja, Immobilien sind super sicher – aber wenn die Krise groß genug ist, dann ist das Gold ausgezogen und zahlt kein Geld mehr." In Deutschland ist das noch nie passiert. Aber in Corona gab es erste Risse.
    Ich persönlich bleibe dabei: Natürlich müssen wir irgendwo wohnen, deshalb ist und bleibt die Immobilie eine supergute Geldanlage. Aber ich bin überzeugt: Die Vorteile der Aktie überwiegen auf ganzer Linie. Deshalb ist für mich die Aktie die beste und sicherste Geldanlage der Welt.
    Ich hoffe, Du hast jetzt ein bisschen mehr Vertrauen in die Aktienwelt gewonnen. Vielleicht definierst Du für Dich neu: Was ist eigentlich Risiko? Was ist Sicherheit? Wie erziele ich für mich persönlich Sicherheit?
    Und vielleicht hast Du jetzt Lust, auf dieses Thema aufzuspringen und in Aktien zu investieren. Und wenn Du es richtig professionell umsetzen willst, mit einer großen Sicherheit und einer sehr, sehr guten Rendite, dann besuch uns gerne auf einem unserer Seminare.
    ---
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  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #340 Diese 10 Börsenfehler kosten Dich ein Vermögen

    02/16/2026 | 21 mins.
    Diese Top-10-Fehler solltest Du vermeiden, wenn Du an der Börse erfolgreich sein willst
    In dieser Folge teile ich die zehn häufigsten Fehler, die ich in über 32 Jahren Börsenerfahrung und 11 Jahren Akademie immer wieder beobachtet habe. Ich habe viele Millionen verloren – und noch mehr gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert, aber vor allem auch, was nicht funktioniert.
    Diese zehn Fehler können Dein Vermögen nachhaltig zerlegen – oder Dir langfristigen Erfolg bescheren, wenn Du sie vermeidest. Du musst nicht alle zehn Fehler auf einmal machen. Schon einer oder zwei dieser Fehler genügen, um auf Dauer an der Börse zu scheitern. Die gute Nachricht: Sie sind gar nicht so kompliziert. Man muss sie nur einmal gehört und sich notiert haben und dann natürlich an diese Regeln halten. 
    Das erwartet Dich in dieser Folge: 
    Keine Strategie

    Zeit und Ungeduld

    Emotionen und Risiko

    Overtrading und Undertrading

    Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios

    Steuern ignoriert 

    Optionen zu spät gerollt

    Keine Strategie
    Seit über 32 Jahren bin ich an der Börse, die Ulrich Müller Wealth Academy gibt es seit mehr als 11 Jahren, und mein Vermögen liegt im deutlich neunstelligen Bereich.
    Ich kann Dir sagen: Ich glaube, ich habe jeden Fehler, den man an der Börse machen kann, bereits gemacht. Menschen können gar nicht so viele Fehler machen, um mich einzuholen. Ich habe viele Millionen verloren – aber viele hundert Millionen wieder gewonnen.
    Deshalb weiß ich genau, was funktioniert. Und noch besser: Ich weiß, was nicht funktioniert.
    Bevor ich Dir die 10 Fehler nenne, möchte ich den Begriff „Fehler" ersetzen.
    Vielleicht kennst Du mein Wording dazu schon aus einem meiner Seminare. Ich sage gern: Es ist kein Fehler. Du darfst einen Fehler machen. Es ist legitim. Nur dumm, ihn zu wiederholen.
    Für mich ist ein Fehler gar kein Fehler – sondern eine gekaufte Erfahrung.
    Warum? Das Wort „Fehler" ist zu hart. Wenn Du an der Börse eine Entscheidung triffst, tust Du das nach bestem Gewissen, bestem Wissen und mit Deiner aktuellen Erfahrung – inklusive Deiner Emotionen. Du entscheidest mit dem, was Dir in diesem Moment zur Verfügung steht. Im Nachgang stellst Du fest: Der Kauf war nicht clever, der Ausstieg zu früh und du hast das Nachkaufen verpasst.
    Doch diese Entscheidung hast Du nicht aus Dummheit getroffen. Du hast sie mit dem Wissen und dem emotionalen State getroffen, den Du hattest.
    Manchmal entwickelt sich der Markt anders. Die Aktie fällt. Dann höre ich von Teilnehmern: „Mist, schon wieder so eine schlechte Aktie erwischt."
    Ich bin der Meinung, dass es keine schlechten Aktien gibt. Alle Aktien sind erst einmal neutral. Mit jeder Aktie kannst Du Geld verdienen – mit der einen, wenn sie steigt, mit der anderen, wenn sie fällt.
    Niemand macht absichtlich einen Fehler. Niemand sagt: „Ach, heute verliere ich mal wieder 1.000 Euro." Du triffst Deine Entscheidung mit dem, was Du weißt und kannst. Und genau deshalb hast Du keinen Fehler gemacht. Du hast Dir eine Erfahrung gekauft. 
    Und wenn diese Erfahrung im Nachgang so wertvoll ist, dass Du an diesen Punkt immer wieder denkst und durch diesen Geldverlust – oder nenn es ruhig Fehler – einfach besser wirst im Traden, dann war dieser Fehler Gold wert.
    Was sind nun die Top-10-Fehler, die ich in 11 Jahren Akademie und 32 Jahren eigenem Trading mitbekommen habe? Es gibt unzählige. Ich hätte auch 20, 30 oder 50 zusammenbekommen. Heute nehme ich die zehn wichtigsten – und der allererste, häufigste Fehler ist der, den die Masse der Menschen macht: keine Strategie.
    Wir haben fast 15 Millionen Börsianer in Deutschland. Der Großteil von ihnen hat keine Strategie. Vielleicht schmunzelst Du, weil Du schon bei mir im Seminar warst. Aber stell Dir ehrlich die Frage: Habe ich wirklich eine Strategie?
    Dazu vier Fragen an Dich:
    Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie kaufst?

    Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie verkaufst? (Gewinne mitnehmen oder Verluste begrenzen?)

    Wie hoch ist Deine Cashquote – und wann erhöhst oder senkst Du sie?

    Wenn eine Aktie nach Deinem Kauf in die falsche Richtung läuft: Was machst Du dann? Sofort aussteigen? Nachkaufen? Wann, wie viel und warum?

    Hoffnung ist keine Strategie. Allein diese vier Fragen zeigen, ob Du wirklich eine hast. Für mich bedeutet Strategie: klare Kauf- und Verkaufssignale, definierte Absicherung, eine bewusste Cashquote, Diversifizierung und vor allem: niemals zu viel Risiko eingehen.
    Der häufigste Fehler ist also, keine Strategie zu haben. Stattdessen wird aus dem Bauch heraus entschieden, basierend auf Webinaren, Börsenzeitungen oder dem Tipp eines guten Freundes. 
    Zeit und Ungeduld
    Der zweite große Fehler ist für mich die Zeit – oder nennen wir es: die Timeline.
    Was meine ich damit? Egal, ob Du allein an der Börse startest, Bücher wälzt oder Seminare besuchst: Du wirst Zeit brauchen, um Vermögen aufzubauen.
    Klar, es gibt sie: Die Glückspilze, die drei Aktien kaufen, zwei schießen durch die Decke – und plötzlich sind sie Millionäre. Noch spektakulärer mit Optionen: ein, zwei, drei Euro Einsatz, die Aktie rast, die Option fliegt auf 100 Euro oder Dollar. Klingt verlockend. Die Wahrheit ist: Das passiert extrem selten.
    Ich bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Bei mir geht es nicht darum, morgen oder in einem Jahr steinreich zu werden. Es geht um ein nachhaltiges System, mit dem Du in jeder Marktphase Geld verdienen und eine Outperformance erzielen kannst.
    Ich sehe die Börse als Beruf. Du kannst ihn lernen. Aber Du brauchst Zeit – um das System zu verstehen, Deine Strategie zu entwickeln und zu verinnerlichen. Dann aber wirst Du auf fünf, sieben, zehn Jahre ein wirklich großes Kapital aufbauen.
    Die Timeline ist entscheidend. Wir überschätzen, was wir kurzfristig schaffen können – und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist.
    Value-Investing mit Trading-Ansatz bedeutet: Über Jahre und Jahrzehnte Vermögen aufbauen. Nicht zocken, nicht das schnelle Risiko suchen, um schnell reich zu werden.
    Emotionen und Risiko
    Der dritte Fehler hängt mit Zeit und Strategie zusammen, ist aber ein ganz eigener – denn hier geht es um Dich selbst. Es sind Deine Emotionen.
    Menschen sagen gern: „Ich habe keine Emotionen. Ich habe Fachwissen, Erfahrung, ich kenne mich aus." Doch Emotionen an der Börse sind wie Emotionen im Leben. Denk an Situationen, in denen Du unbedingt abnehmen wolltest, in denen Du verliebt warst, Liebeskummer hattest oder eine Trennung durchlebt hast – dann weißt Du, wie krass Emotionen sein können. Wenn man sich manchmal ungerecht behandelt fühlt oder Probleme hat, die sich nicht sofort lösen lassen – all das sind Momente, in denen Emotionen überkochen.
    Jeder Mensch hat Emotionen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber eines ist sicher: Wenn Du wissen willst, wie emotional Du wirklich bist, geh an die Börse. Dort wirst Du es erfahren.
    Der Idealfall ist klar: Emotionslos und strategisch handeln. Doch wie schwer das an der Börse fällt – ich glaube, das kennen wir alle.
    Auch wenn wir einen großen Streit mit einem Freund oder Partner hatten, eine Trennung oder Ähnliches durchmachen – wir wissen, was Emotionen mit uns machen. Dinge passieren, die wir im Nachgang bereuen. Man sagt Sachen, von denen man später denkt: „Um Gottes Willen, das hätte ich nicht raushauen sollen."
    Genau das ist der Punkt. Die emotionale Seite ist an der Börse extrem wichtig. Sich im Griff zu haben, Übungen zu haben, Werkzeuge – all das ist entscheidend. Ich sage immer: Handle nur in einem guten State. Nicht, wenn Du gestresst aus dem Büro kommst, Ärger mit dem Chef hattest oder irgendwo angepflaumt wurdest. Und schon gar nicht mit dem Gedanken: „Jetzt zeige ich es meinem Chef, jetzt gebe ich Gas!"
    Für mich ist der dritte große Fehler ganz klar der Bereich der Emotionen.
    Punkt Nummer vier ist für mich ebenso eindeutig: keine Absicherung.
    Wie heißt es so schön: Der Anfänger konzentriert sich auf Gewinne, der Profi konzentriert sich darauf, keine Verluste zu machen.
    Ich erlebe es immer wieder in meinen Seminaren: Menschen lernen meine Indikatoren, testen sie, sehen, dass sie gut funktionieren. Fehlsignale sind selten. Dazu kommen Optionen, die die Wahrscheinlichkeit weiter erhöhen. Sie bekommen Vertrauen – in die Indikatoren, in die Strategie. Und dann legen sie los.
    Was sie dabei übersehen? Die Absicherung. Sie machen sich gar nicht klar, was Absicherung überhaupt bedeutet, wie man sie umsetzt und warum sie essenziell ist. Sie machen genau dort Fehler, wo sie denken, dass alles sicher ist.
    Denn eines ist klar: Die Absicherung wird für die meisten Anleger erst dann wirklich wichtig, wenn sie bereits auf der Reise sind – und dann feststellen, dass sie sie gar nicht eingeplant haben. Doch dann ist es schon zu spät. 
    Warum ist das so? Weil Punkt fünf direkt damit zusammenhängt: Die Frage nach dem Risiko. Punkt vier (die Absicherung) und fünf (das Risiko) gehören für mich untrennbar zusammen. 
    Was ist eigentlich Risiko? Das ist eine schwierige Frage, weil Risiko für jeden Menschen etwas anderes bedeutet.
    Warren Buffett sagte: „Risiko entsteht dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust." Ich glaube, er hat absolut recht. Es geht um Wissen und um Erfahrung. Aber dennoch bleibt der Fakt: Du musst für Dich selbst definieren, was Risiko für Dich ist.
    Nehmen wir zwei Investoren, beide starten mit 100.000 Euro.
    Der eine sagt: „Ulli, Risiko ist für mich, wenn ich auf 90.000 Euro falle. 10 Prozent Verlust – das ist für mich ein sehr großes Risiko. Ich habe Angst, Geld zu verlieren."
    Der andere sagt: „Ich habe 100.000 Euro, spare jeden Monat 2.000 Euro dazu und bekomme in zwei Jahren ein kleines Erbe. Ich will investieren, ich will Wachstumstitel, ich will Gas geben. Selbst wenn das Depot auf 60.000 fällt, bleibe ich ruhig. Ich spare ja weiter, und langfristig ist die Aktie die beste Geldanlage."
    Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Risikodefinitionen. Du musst Dir klarmachen: Wenn Du an der Börse Geld anlegst, gehst Du ein Risiko ein. Die Frage ist nur: Wie definierst Du es? Wann fängt Risiko für Dich an?
    Punkt vier und fünf sind für mich eng miteinander verbunden, denn wer nicht weiß, was Risiko für ihn bedeutet, kann sich auch nicht richtig absichern.
    Overtrading und Undertrading
    Punkt Nummer sechs passt zu den Emotionen und zu Punkt drei. Es ist eine Beobachtung, die ich seit Jahren mache und die mir durch die Akademie und tausende Support-Anfragen immer wieder bestätigt wird.
    Wenn Märkte gut laufen, wenn Angst keine Rolle mehr spielt, wenn Risiken vergessen werden – dann kommt FOMO: Fear of Missing Out. Die Leute geben Gas, investieren immer weiter, kaufen zu Höchstpreisen. Sie sehen das Risiko nicht mehr. Das ist Overtrading.
    Andersrum, wenn die Märkte schlecht stehen, ist es genau die andere Seite. Wenn die Kurse weit runtergekommen sind – wie damals bei Corona oder in der Tech-Krise 2022 – dann müsste man eigentlich kaufen. Denn jetzt sind die Aktien günstig. Das ist Undertrading. Aber genau dann sind die Menschen emotional. Sie trauen sich nicht. Sie haben Angst, noch mehr Geld zu verlieren. Sie haben vielleicht keine Absicherung, ihr Risiko nie definiert – und dann stehen sie an der Seitenlinie, wenn die Einstiegschancen am besten wären. 
    Dabei gilt: Im Einkauf liegt der Gewinn. 
    Mein Tipp zu diesem Fehler: Schiebe Deine Emotionen runter. Wenn es gut läuft, werde nicht größenwahnsinnig. Wenn es schlecht läuft, nimm das als Feedback. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, um gute Aktien günstig nachzukaufen, denn es geht um Wert und Preis. Und damit gehört der Punkt sechs auch zu Punkt drei und eins dazu, die Strategie, die Emotionen und damit eben dann auch in der richtigen Marktphase die richtige Entscheidung zu treffen.
    Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios
    Punkt Nummer sieben ist für mich kein Fehler, sondern eine grundsätzliche Frage: Bin ich Trader oder Investor?
    Der Trader sieht eine Situation und handelt. Wenn das klappt, verdient er Geld. Klappt das nicht, wird er in der Regel ausgestoppt und hat sich gut abgesichert.
    Der Investor denkt anders. Er kauft manchmal sogar im Abwärtstrend – nicht, weil er das fallende Messer fangen will, sondern weil er an das Unternehmen glaubt. Umsatz, Gewinn, Geschäftsmodell stimmen. Er kauft in Tranchen nach. Vielleicht freut er sich sogar, wenn die Aktie noch weiter fällt, weil er sie dann noch günstiger bekommt.
    Du solltest also wissen, ob Du Trader oder Investor bist. 
    Fehler Nummer acht ist für mich die fehlende Diversifizierung.
    Ich erlebe es immer wieder: Menschen investieren plötzlich nur noch in Tech, stecken alles in Rohstoffe und Öl, horten Gold und Silber oder sind „Coin-Jünger". Und dann halbiert sich der Coin – und mit ihm das Vermögen. Wer alles auf eine Karte setzt, ist einem hohen Risiko ausgesetzt.
    Nicht diversifiziert zu sein, ist einer der größten Fehler. Es ist wichtig, sein Portfolio breit aufzustellen und vielleicht auch nicht nur in Aktien zu investieren, sondern auch in Immobilien, Gold und Silber, Anleihen oder Coins. Aber auch im Bereich der Aktien sollte man sich so breit wie möglich aufstellen und nicht alles in eine Branche investieren, denn jeder Bereich läuft mal besser, mal schlechter. Ein breit gestreutes Portfolio gleicht diese Schwankungen aus und läuft auf lange Sicht deutlich ruhiger und stabiler. 
    Steuern ignoriert
    Frage Nummer neun: Steuern. Der Anfänger hat sie nicht auf dem Zettel. Wir kennen das alle: In Deutschland darfst Du Dich auf eine stattliche Steuerlast freuen.
    Dabei ist es gerade im Bereich Aktien und Optionen enorm wichtig, sich mit dem Steuerthema auszukennen. Aktien und Optionen werden steuerlich getrennt behandelt – sie liegen in verschiedenen Töpfen, Verluste werden nicht miteinander verrechnet. Wer das nicht weiß, verschenkt bares Geld.
    In unserer Akademie ist das Steuerthema fest verankert: Steuertag, Steuerjournal, gezielte Schulungen. Es macht einfach Sinn, sich damit zu beschäftigen. Wer die steuerlichen Regeln kennt, kann seine Rendite verbessern.
    Optionen zu spät gerollt
    Punkt Nummer zehn ist ein Insider – für mich und meine Community. Wer noch nicht in unseren Events war, kennt es vielleicht noch nicht. Aber ein großer Fehler ist: Optionen zu spät oder gar nicht zu rollen.
    Optionen lassen sich grundsätzlich sehr gut rollen. Natürlich ist es im Bereich der Earnings manchmal schwierig, aber ansonsten sehr gut möglich. 
    Was erlebe ich immer wieder im Support? Menschen rollen viel zu spät. Die Option hat sich zu weit vom Basispreis entfernt und dann ist eine Reparatur nicht mehr möglich.
    Die zehn Fehler zusammengefasst:
    Keine Strategie – Handeln ohne klares System, nur nach Bauchgefühl oder Tipps.

    Falsche Timeline – Die Ungeduld, schnell reich werden zu wollen. Wer langfristig denkt, gewinnt.

    Emotionen nicht im Griff – Angst, Gier, FOMO. Wer emotional handelt, handelt nicht klug.

    Keine Absicherung – Der Anfänger jagt Gewinne, der Profi vermeidet Verluste.

    Risiko falsch definiert – Wer nicht weiß, wann Risiko für ihn beginnt, kann es nicht steuern.

    Overtrading und Undertrading – In Hype-Phasen zu viel riskieren, in Krisen zu lange zögern.

    Nicht geklärt: Trader oder Investor? 

    Fehlende Diversifizierung – Alles auf eine Karte setzen, ist ein hohes Risiko. 

    Steuern ignoriert – Aktien und Optionen werden getrennt verrechnet. Wer das nicht weiß, verschenkt Rendite.

    Optionen zu spät gerollt – Wer zu lange wartet, kann Positionen nicht mehr reparieren.

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    (00:00:00) Fehler = gekaufte Erfahrung
    (00:04:46) Strategie, Zeit, Emotionen
    (00:10:13) Keine Absicherung, Risiko, Over- und Undertrading
    (00:15:49) Trader oder Investor, Diversifizierung, Steuern, Optionen

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About Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Wolltest Du schon immer über Aktien und Börse lernen? In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst. Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis. Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst. Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
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Generated: 3/17/2026 - 10:31:55 AM