Radio Logo
RND
Listen to {param} in the App
Listen to SRF - International in the App
(13,284)(171,489)
Save favorites
Alarm
Sleep timer
Save favorites
Alarm
Sleep timer
HomePodcastsNews
SRF - International

SRF - International

Podcast SRF - International
Podcast SRF - International

SRF - International

add

Available Episodes

5 of 50
  • Die Stadt Mariupol – ein Aschenputtel im Südosten der Ukraine
    Mariupol liegt wunderschön. Mit ihren Stränden und historischen Bauten könnte die Stadt Badeort und Touristenmagnet sein. Doch sie ist nicht weit entfernt von der Frontlinie zu den russischen Aufständischen im Osten der Ukraine und zwei riesige Stahlwerke hüllen die Stadt oft in eine Giftwolke. Sollen wir bleiben oder wollen wir gehen? Das fragen sich viele in Mariupol. Das Leben in der Stadt am Asowschen Meer ist hart. Ein Fünftel der Bevölkerung sind Flüchtlinge aus dem nahen Kriegsgebiet im Osten der Ukraine. Der Warenhandel über den Hafen von Mariupol leidet unter den Kriegsfolgen und viele kommen mit ihrem Einkommen nur schlecht über die Runden. Auch die ökologischen Auswirkungen der Schwerindustrie machen der Stadt zu schaffen. Die zwei Stahlwerke Mariupols gehören zu den grössten solchen Industrieanlagen weltweit. Sie sind in Besitz eines der reichsten Oligarchen des Landes, Rinat Achmetow. Seine Kritiker werfen ihm vor, dass er weit weg in millionenschweren Luxuspalästen wohnt, aber kaum etwas investiert, um die Luft in Mariupol erträglich zu machen. Vor allem in der Nacht hüllen die Stahlwerke Achmetows die Stadt in eine giftige Wolke. Trotz all der widrigen Umstände oder gerade ihretwegen gibt es in Mariupol eine lebendige Szene von jungen Aktivisten, die sich dafür einsetzen, dass das Leben in der Stadt besser wird. Die Reportage aus Mariupol zeigt die Probleme aber auch das Potential der Stadt und was ihre Bevölkerung daraus macht.
    9/25/2021
    24:25
  • Mehr Schatz als Last: Japan deutet das Alter um
    Japan hat die älteste Bevölkerung der Welt. Aber in Japan bleiben die Menschen länger gesund und fit als anderswo. Sie werden ermuntert, weit über die Pensionierung hinaus zu arbeiten. Das ist Teil der Strategie des Landes, Senioren und Seniorinnen nicht als Last, sondern als Bereicherung zu sehen. Ein Drittel der Bevölkerung Japans ist im Pensionsalter, und der demografische Wandel wird sich noch beschleunigen. Ein ganzes Land wird zum Altersheim, Gesundheitsversorgung und Pflege erfordern so viel Geld und Personal, dass Staat und Gesellschaft an ihre Grenzen stossen werden. Doch beim näheren Hinschauen zeigt sich ein differenzierteres Bild. Denn aussergewöhnlich viele alte Menschen in Japan sind noch fit und gesund. So beginnen auch Hochbetagte in Parks oder zu Hause im Wohnzimmer mit der so genannten «Radio-Übung» ihren Tag – eine zehnminütige Anleitung zur Gymnastik, die der der öffentlich-rechtliche Sender NHK jeden Morgen ausstrahlt. Und viele ältere Menschen möchten weiterarbeiten, was Staat und auch Wirtschaft unterstützen. Mit speziellen Programmen werden ausserdem Bevölkerung und Gesellschaft geschult, damit sie auf die Bedürfnisse von Dementen eingehen können. Hochmoderne Technologie schliesslich soll den Alten helfen, so lange wie möglich selbständig zu bleiben und kommt auch bei der Pflege zum Einsatz. Ein Zukunftsmodell für unsere Gesellschaften?
    9/18/2021
    28:32
  • Türkei: Erdogan und die Aprikosenstadt
    Präsident Erdogan hat die Türkei erst reformiert, dann gespalten. Der Westen des Landes, Europa zugewandt, steht ihm mehrheitlich ablehnend gegenüber. Wie aber sieht es im anatolischen Hinterland aus, wo er seine grössten Wahlerfolge feierte? Die Reportage aus der Stadt der Aprikosen, Malatya. Zwei Drittel der getrockneten Aprikosen im internationalen Handel kommen aus der anatolischen Hochebene um die Stadt Malatya. Dass die konservative Gegend in der Vergangenheit stets zu Präsident Erdogan hielt, steht ausser Frage: Selbst bei den Lokalwahlen vor zwei Jahren, als Erdogans Partei, die AKP, die grössten Städte des Landes an die kemalistische Oppositionspartei CHP verlor, machte sie hier noch zwei Drittel der Stimmen. Keine Überraschung für Aprikosenhändler Mustafa, er verweist auf die Infrastruktur. Erdogan baute nicht nur Moscheen, sondern auch Schnellstrassen, ein neues Teilstück bei Malatya wurde erst vor wenigen Monaten dem Verkehr übergeben - eine elegante Autobahnbrücke über den Euphrat. Auch der Aprikosenmarkt soll demnächst umfassend modernisiert werden. Dennoch, die Teuerung macht auch den Menschen in Malatya zu schaffen, die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, die Jugend klagt über fehlende Perspektiven. Und selbst Ai?e ist enttäuscht. Als Studentin hatte sie gegen die Arroganz des kemalistischen Staatsapparats demonstriert für ihr Recht, an der Universität das Kopftuch zu tragen. Sie war begeistert, als Erdogan die Macht erlangte und die säkulare Elite des Landes das Fürchten lehrte. 18 Jahre später ist sie überzeugt, es geht dem Präsidenten nicht um Religion oder politische Erneuerung, sondern nur noch um den Machterhalt.
    9/11/2021
    28:31
  • Ostjerusalem: Jeder Quadratmeter ein Konfliktgebiet
    Jerusalem – heilige Stadt vieler Religionen - erlebt kaum einen Tag ohne Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern. Nirgends verdichten sich die Schwierigkeiten des Zusammenlebens so, wie in der Altstadt von Ostjerusalem. Eine Reise durch die engen Gassen, deren Bewohner viel zu erzählen haben. Mariam Afifi hat das Lächeln nie verloren. Auch nicht, als die israelische Polizei die Musikstudentin an den Haaren über den Boden schleifte und sie in Handschellen legte. Das Video ging in den sozialen Medien viral und hat die junge Frau bekannt gemacht. Es ist dies eine neue Art der jungen palästinensischen Generation, ihre belastende Geschichte zu erzählen – mit dokumentarischen Videos. Vizebürgermeister Arieh King hat ganz andere Sorgen. In seinem Büro im Rathaus arbeitet er beharrlich an seinem Ziel, Ostjerusalem jüdischer zu machen, Siedlungen zu vergrössern und Araber zu vertreiben. Dabei gehe es ihm einzig ums Überleben der jüdischen Bevölkerung. Über den Konflikt, der sich hier scheinbar ausschliesslich zwischen Juden und Muslimen entzündet, mögen die meisten Christen gar nicht erst sprechen. Doch Erzbischof Theodosios Atallah Hanna bricht das Schweigen und erzählt von den Angriffen extremer jüdischer Siedler, die auch er selber erlebt. Und wenn schliesslich etwa im Quartier Sheikh Jarrah Palästinenser im hohen Alter gezwungen werden, ihre Häuser zu räumen, weil jüdische Siedler sie beanspruchen, dann treibt das Miki Katz regelmässig auf die Strasse, um zu protestieren. Der hochkomplexe Konflikt in Jerusalem treibt auch einen Keil zwischen Jüdinnen und Juden.
    9/4/2021
    29:52
  • Belgiens deutschsprachige Minderheit: am Rand und doch mittendrin
    Die deutschsprachige Bevölkerungsgruppe ist nur sehr klein und lebt ganz im Osten Belgiens in einem schmalen Landstreifen. Politisch ist sie aber mittendrin, wenn Flamen und Wallonen über mehr Föderalismus in Belgien streiten. Geschickt hat sie für sich das Beste aus dieser Lage herausgeholt. Nur rund 80'000 Personen zählt die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Das ist weniger als 1% der Gesamtbevölkerung. Nach dem ersten Weltkrieg kam das kleine Gebiet im Osten des Landes gegen den Willen seiner Bevölkerung zu Belgien und lange begegnete die Mehrheit der Belgier der deutschen Minderheit mit Misstrauen. Heute aber hat die deutschsprachige Gemeinschaft ihren Platz in Belgien gefunden, ist zum Stabilitätsfaktor und zum Pionier geworden. Anna Stuers ist die weltweit einzige Sekretärin einer ständigen Bürgerversammlung. Einmalig ist dies, weil das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft das bisher erste und einzige Parlament der Welt ist, das sich per Gesetz eine beratenden Bürgerversammlung an die Seite gestellt hat. Maximal 50 Bürgerinnen und Bürger, per Los ausgewählt, bilden diese. Ihre Aufgabe ist es, das Parlament in bestimmten Sachfragen zu beraten. Die Empfehlungen muss das Parlament in seiner Arbeit berücksichtigen. Über die schwierige Geschichte der deutschsprachigen Belgier vom ersten Weltkrieg bis heute weiss Oswald Schröder Bescheid. Er ist Chefredaktor der Zeitung «Grenzecho», der heute einzigen deutschsprachigen Tageszeitung Belgiens. Als das deutschsprachige Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg zu Belgien stiess, wünschte sich eine Mehrheit der Bevölkerung die rasche «Heimkehr ins Reich». Nicht wenige Menschen schwenkten Hakenkreuz-Fahnen als Hitlers Truppen 1940 Belgien eroberten. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war entsprechend kompliziert. Weite Teile der Bevölkerung standen unter General-Verdacht, Kollaborateure gewesen zu sein. Sie waren Gefangene der eigenen Geschichte. Wegen des Sprachenstreits zwischen dem nördlichen Flandern und dem frankophonen Wallonien in Süden fand die deutschsprachige Bevölkerung dann aber einen Weg, sich mit Belgien zu versöhnen. Das Land wurde Schritt für Schritt von einem Zentralstaat in einen föderalen Bundesstaat umgebaut. Jedes Mal profitierte die deutschsprachige Gemeinschaft, erhielt mehr politische Kompetenzen. Jetzt reist Oliver Paasch, der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft wöchentlich nach Brüssel und sitzt mit den Regierungschefs der anderen Landesteile am Tisch. Anders als in Flandern hegt in Ostbelgien niemand separatistische Gefühle und bei der nächsten Verfassungsrevision hofft der Landesteil vollauf gleichgestellt zu werden mit Flandern, Wallonien und der Hauptstadtregion Brüssel.
    8/28/2021
    28:53

About SRF - International

Station website

Listen to SRF - International, Black Music Special and Many Other Stations from Around the World with the radio.net App

SRF - International

SRF - International

Download now for free and listen to radio & podcasts easily.

Google Play StoreApp Store

SRF - International: Podcasts in Family

SRF - International: Stations in Family

Information

Due to restrictions of your browser, it is not possible to directly play this station on our website.

You can however play the station here in our radio.net Popup-Player.

Radio